SOFORTHILFE (zuletzt aktualisiert 22.07.2020)


Corona-Sofort-Hilfen sind befreit von umsatzsteuer

Die Grenze des Jahresumsatzes für die Umsatzsteuer wurde in 2019 von 17.500,- Euro auf 22.000,- Euro erhöht.

 

Corona-Sofort-Hilfen sind frei von Umsatzsteuer

Das heißt, man muss sie zwar zur Ermittlung der Einkommenssteuer angeben, jedoch fallen sie nicht für die Umsatzsteuer ins Gewicht. Sie entfallen daher auch bezüglich der Abgabepflicht zur Umsatzsteuer-Voranmeldung.

 

Das ist für die Yogalehrer*innen von speziellem Interesse, die an der Grenze von 22.000 Euro Jahresumsatz für 2020 stehen und für die die Kleinunternehmerregelung nach UstG § 19 Abs. 1 gilt. 

Bundesfinanzministerium

"Die globale Ausbreitung des Coronavirus stellt Deutschland vor beispiellose Herausforderungen. Um die Gesundheit der Bürger zu schützen, Arbeitsplätze und Unternehmen zu stützen und um unseren sozialen Zusammenhalt zu bewahren, haben Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat innerhalb von nur einer Woche ein Maßnahmenpaket von historischem Ausmaß beschlossen."

 

Der Bund stellt 50 Milliarden Euro bereit, um unbürokratische Soforthilfe für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler zu gewähren. Damit werden einmalig für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten bewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Soforthilfe ergänzt die Programme der Länder. Die Anträge werden deswegen aus einer Hand in den Bundesländern bearbeitet.


Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit informiert über das Paket zum Sozialschutz:

 

"Was ist das Sozialschutz-Paket?

Kurz gesagt: Dabei handelt es sich um ein neues Gesetz. Dieses Gesetz ändert das SGB II. Durch dieses Gesetz haben Menschen einen schnelleren und einfacheren Zugang zu den Leistungen. Vor allem Familien mit geringem Einkommen und Selbstständige ohne oder mit nur wenigen Angestellten werden dadurch gestärkt.

Gilt das Sozialschutz-Paket für mich?

Wenn Sie zu einer der folgenden Personengruppen zählen, kann der Bezug von Grundsicherung (auch genannt: Arbeitslosengeld II) für Sie infrage kommen:

  • Sind Sie von Kurzarbeit in ihrem Unternehmen betroffen oder beziehen Arbeitslosengeld? Ihr Einkommen ist deshalb so stark verringert, dass Sie den Lebensunterhalt Ihrer Familie nicht mehr sichern können.
  • Sind Sie Freiberufler, Solo-Selbständiger oder Kleinunternehmer und sind in finanzieller Not, weil Sie einen Großteil Ihrer Aufträge verloren haben?
  • Sind Sie bereits Kunde und Ihr Bezug endet in der Zeit vom 31.03.2020 bis einschließlich 30.08.2020? Dann bezahlen wir automatisch weiter - auch ohne einen Weiterbewilligungsantrag."

Gesundheitsämter

Infektionsschutz, Entschädigung bei Tätigkeitsverbot

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird, beziehungsweise abgesondert wurde, und einen Verdienstausfall erleidet und dabei nicht krank ist, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für längstens 6 Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Lohnfortzahlung zu übernehmen.  Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt erstattet, wenn alle unten genannten Voraussetzungen vorliegen.

Selbstständig Tätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt bei dem zuständigen Gesundheitsamt.

Quelle: https://service.hessen.de/html/Infektionsschutz-Entschaedigung-bei-Taetigkeitsverbot-7023.htm


Corona Hilfen für Selbständige und kleine Unternehmen

Corona Hilfen für Selbständige und kleine Unternehmen (JIMDO)

Der Provider unserer Homepage-JIMDO hat eine sehr gute Seite mit aktuellen Übersichten zu allen offizinellen Förderprogrammen bundesweit eingerichtet. Die Informationen werden laufend aktualisiert und sind vollständig und übersichtlich:

Corona-Facts und Hilfestellungen für Selbstständige und kleine Unternehmen” 



Bundesregierung

Sofortpro­gramm

Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen

Das Bundesfinanzministerium und Bundeswirtschaftsministerium haben ein Maßnahmenpaket in Milliardenhöhe vorgelegt, um die Folgen des Coronavirus zu bekämpfen. Sie kündigten ein unbegrenztes Kreditprogramm für Unternehmen an. Für Beschäftigte und Unternehmen, die von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sind, wird ein Schutzschild errichtet, der auf vier Säulen beruht:

 

1. Kurzarbeitergeld flexibilisieren 

2. Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

3. Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen

4. Stärkung des Europäischen Zusammenhalts 


Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW

KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

Die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität erfolgt über die KfW.

Für bestehenden Kredite von Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern werden die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessert. 

Die Antragsstellung erfolgt bei der Hausbank.


Finanzverwaltung

Steu­er­li­che Hilfs­maß­nah­men für al­le von der Co­ro­na-Pan­de­mie be­trof­fe­nen Un­ter­neh­men

(Quelle Bundesfinanzministerium)

 

"Das Bundesfinanzministerium hat mit den obersten Landesfinanzbehörden ein BMF-Schreiben abgestimmt, mit dem betroffene Steuerpflichtige mit konkreten steuerlichen Erleichterungen unterstützt werden.

Stundung von Steuerzahlungen: Wenn Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, sollen diese Zahlungen auf Antrag befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Den Antrag können Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 bei ihrem Finanzamt stellen.

An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Den Wert entstandener Schäden müssen sie aber nicht im Einzelnen belegen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird. Diese Maßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Anpassung von Vorauszahlungen: Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können außerdem die Höhe ihrer Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer anpassen lassen. Gleiches gilt für den Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen. . Hierfür können sie bei ihrem Finanzamt einen Antrag stellen. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Corona-Pandemie erwartet, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. 

Vollstreckungsmaßnahmen aussetzen: Auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden soll bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, sollen erlassen werden. Dies betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Alle Finanzverwaltungen der Länder haben jeweils auf ihrer Homepage die entsprechenden Anträge und Erklärungen hinterlegt. Die Finanzverwaltung Nordrhein Westfalen bietet Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus an und hat einen Antrag eingestellt auf:

1. zinslose Stundung

2. Herabsetzung von Steuervorauszahlungen/des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen


Übersicht auf Handwerksblatt. de

"Nicht nur der Bund, auch die Länder haben Notfall-Programme für Corona-geschädigte Unternehmen zugesagt. Wir geben einen Überblick."